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 Der Gartenbau Unterricht findet in den Klassen 6, 7, und 9 im Schulgarten, auf dem Schulacker oder im Unterrichtsraum statt. Der Garten ist kein Klassenzimmer, sondern der größte und lebendigste (Außen-) Raum der Schule. Er ist ohne Decken und Wände. Wind und Wetter sind um einen herum zu spüren . Im Garten kann andauernd mit allen 12 Sinnen gelernt werden . Der Lehrmeister ist hier draußen neben dem Lehrer die Natur. Da der Schulgarten ein lebendiger Organismus ist, kann es für das Fach keinen absoluten "Lehrplan" geben. Immer stehen die örtlichen Verhältnisse (Fläche, Boden, Klima, Landschaft ) und Notwendigkeiten im Vordergrund. Die Arbeiten im Schulgarten sollen immer sinnerfüllt und in der Wirklichkeit verankert sein. Das Fach Gartenbau ist oft fächerübergreifend und läßt viele Fächer im Schulgartenalltag praktisch werden ( Mathematik zum Ausrechnen von Saat-, Pflanz- oder Düngermengen, Chemie bei den Bodenanalysen oder Färben, Physik beim Umgang mit Werkzeug / Hebelgesetze , Religion beim rituellen Umgang mit Pflanzen etc.) Im Fach Gartenbau geht es primär nicht um abprüfbares Wissen. Es geht darum, dass die Schüler/innen ein lebendiges Verhältnis zur Natur bekommen, sich ein Urteil über die Naturzusammenhänge bilden können und auf dieser Grundlage später im Leben richtig handeln können. Die Natur ist ein sinn- und geistvolles Zusammenwirken von verschiedensten Lebewesen. Deshalb hat jeder menschliche Eingriff Folgen und muß kompetent begründet und verantwortet werden. Dieses Hineinversetzen und Mitfühlen Können in lebendige Prozesse und Lebewesen ist eine Fähigkeit die für unsere Gesellschaft immer dringlicher wird. Der Gartenbauunterricht ist einer der wenigen Fächer die einen pflegerischen Aspekt beinhalten. Die Schüler/innen übernehmen die Verantwortung und die Pflege eines Stück Erde mit ihren ganzen Lebewesen. Sie bekommen die Konsequenzen ihrer Taten und Unterlassungen von der Natur vor Augen geführt. Sie erleben die Verwandlung, das Wachstum und die Schönheit des Lebendigen. Lebendige Bilder entstehen als Gegenpol zu toten Bildern (z.B. Massenmedien)....Keimen - Wachsen - Blühen - Vergehen Urbilder die Schüler/innen in der Natur begegnen (z.b. die Metamorphose der Pflanze oder des Schmetterlings) finden Sie in der menschlichen und in ihrer eigenen Biographie wieder. Im Wahrnehmen der Lebensgesetze der Welt liegt der Schlüssel zum Verständnis des eigenen Wesens. In dem Zusammenwirken von Schaffen - Erleben und Wahrnehmen der Lebensprozesse der Welt liegt die Chance, Schüler in der Pubertät davor zu bewahren, die Welt mit "rein abstraktem" Denken erobern zu wollen und sich in lebensfremden theoretischen Modellen zu verlieren.
Weiterführende Informationen: "Der Schatz im Acker" , Christoph Kaiser "Schulgärten", Helmut Birkenbeil, Ulmer Verlag "Das Schulgarten Handbuch", Gerhard Winkel, Friedrich Verlag "Lernort Schulgarten" aid verlag
www.schulgarten.ch
Wo sind unsere Wurzeln ? Wann geht die Saat auf ? Was man sät das erntet man !
   Entlassfeier der
Abschlussklasse 2010 u. MR Schüler/Innen
Freitag 23.07.10 9.00 u.
16.00 Uhr Enfällt!!!
    
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